Zweite Elterninformation zur Unterrichtsversorgung an der Grundschule Pommertsweiler
icon.crdate19.07.2024
Am Mittwoch, den 17.07.2024 fand die zweite Elterninformation zur Unterrichtsversorgung an der Grundschule Pommertsweiler im kommenden Schuljahr statt. Schulamtsdirektor Meinzinger vom Staatlichen Schulamt Göppingen und die geschäftsführende Schulleiterin Rathgeb zeigten die Planungen für den weiteren Schulbetrieb der Familienklasse auf. Die Elternschaft sagte verantwortliche Präsenzzeiten zu.
Am Mittwoch, den 17.07.2024 fand die zweite Elterninformation zur Unterrichtsversorgung an der Grundschule Pommertsweiler im kommenden Schuljahr statt. Schulamtsdirektor Meinzinger vom Staatlichen Schulamt Göppingen und die geschäftsführende Schulleiterin Rathgeb zeigten die Planungen für den weiteren Schulbetrieb der Familienklasse auf. Die Elternschaft sagte verantwortliche Präsenzzeiten zu.
Bei einem zweiten Elternabend informierte Schulamtsdirektor Meinzinger gemeinsam mit der geschäftsführenden Schulleiterin Rathgeb und Bürgermeister Kiemel am vergangenen Mittwoch die Elternschaft der Grundschule Pommertsweiler über die Unterrichtsversorgung der Familienklasse 1 bis 4 im kommenden Schuljahr.
Bei der ersten Elterninformation am 01.07.2024 hatte Schulrat Meinzinger über die prekäre Lage im kommenden Schuljahr unterrichtet. Demnach stehen der Grundschule Pommertsweiler gemäß Organisationserlass im Schuljahr 2024 / 2025 für 16 Schüler nur noch 27 Lehrerwochenstunden (LWS) durch zwei sich abwechselnde Teilzeitkräfte zur Verfügung. Damit wäre stets nur eine Lehrkraft im Schulhaus. Als man im Schuljahr 2018 / 2019 erstmals nur noch eine Klasse bilden konnte, war man von einer Übergangszeit von zwei Jahren ausgegangen, bis wieder zwei Klassen gebildet werden können. Hierfür sind gem. Organisationserlass aber über 25 Kinder erforderlich. In den letzten sechs Jahren waren über den Organisationserlass hinaus zusätzliche Stunden zur Differenzierung in der Familienklasse zur Verfügung gestellt worden. Bisher war auch eine Schulleitung mit 11 Leitungsstunden vor Ort gewesen. Anfang Juli wurden die Eltern deshalb informiert, dass eine verlässliche Unterrichtsversorgung aktuell nicht möglich sei.
Von Seiten der Elternschaft wurde beim ersten Elternabend klar geäußert, dass die Grundschule erhalten und die Familienklasse unbedingt zusammenbleiben solle. Sollte dies im Schulgebäude Pommertsweiler aufgrund der Aufsicht nicht möglich sein, so solle die bestehende Familienklasse dennoch weiter zusammenbleiben und als Ganzes interimsweise an einer anderen Schule untergebracht werden. Außerdem sagten viele Eltern spontan ihre Unterstützung in Form von Anwesenheitszeiten zu, um den Schulbetrieb weiterhin in Pommertsweiler aufrechterhalten zu können.
Dieser Prüfauftrag wurde in Rücksprache mit allen Beteiligten von der Gemeindeverwaltung vorgenommen. Die Prüfung ergab, dass die Unterbringung der Familienklasse nur an der Wasenschule in Abtsgmünd, allerdings mit sehr großen Einschränkungen für die Schulkindbetreuung, möglich sei. Die integrierte Aufnahme der Schüler in bestehenden Schulklassen wäre in Abtsgmünd problemlos, an der Grundschule Adelmannsfelden nur teilweise möglich, da es hier zur Überschreitung des Klassenteilers führen würde.
Schulrat Meinzinger informierte weiter, dass seine Entscheidungsvorschläge für die Fortführung des Schulbetriebes an der Grundschule Pommertsweiler vom Regierungspräsidium Stuttgart (RP) unterstützt wurden. Damit werden für die Zeit der Vakanz der Schulleiterstelle entsprechende Stunden für die geschäftsführende Schulleitung an der Friedrich-von-Keller-Schule (FvKS) eingeplant. Damit könnte dann die Organisation von der FvKS übernommen werden, eine Präsenz vor Ort sei allerdings nur sehr eingeschränkt zu leisten. Auch 13 Stunden für den wertvollen Differenzierungsunterricht wurden vom RP genehmigt. Gespräche mit einer geeigneten Lehrkraft laufen. Für die Familienklasse stünden somit 43 LWS für den Unterricht der 16 Schüler zur Verfügung. Zum Vergleich: Eine Vollzeit-Lehrkraft hat ein Deputat von 28 Lehrerwochenstunden, womit normalerweise bis zu 28 Schüler versorgt werden können.
Schulrat Meinzinger berichtete außerdem, dass das Schulleiterbesetzungsverfahren angelaufen sei und vorrangig geprüft werde. Dennoch wird es einige Monate dauern.
Schulleiterin Rathgeb erläuterte, dass die Organisation und Verwaltungstätigkeiten von Abtsgmünd aus erledigt werden können. Sie werde auch gemeinsam mit Konrektorin Hoerschkes versuchen, eine wöchentliche Präsenzzeit zu ermöglichen. Sie lobte das Engagement der Lehrkräfte an der Grundschule Pommertsweiler. Sie betonte jedoch, dass der Schulbetrieb nur mit Unterstützung der Eltern verlässlich aufrechterhalten werden kann. Nur dann könnten die Trennstunden auch tatsächlich für den Unterricht verwendet werden und zur Qualität beitragen. Die Eltern hatten bei der ersten Elterninformation und nachfolgenden Gesprächen mehrfach ausdrücklich ihre Unterstützung angeboten. Zwei Elternteile erklärten sich bereit, die Koordination der Elterndienste zu übernehmen. Dazu gehören Anwesenheitszeiten u. a. vor und nach dem Unterricht sowie Pausenaufsicht. Damit sei gewährleistet, dass stets mindestens zwei Personen im Schulhaus anwesend seien. Auch das Jugendbegleiterprogramm soll fortgeführt werden.
Die Elternvertreter bedankten sich bei allen Verantwortlichen und den Lehrkräften, dass der Schulbetrieb nun weitergehen kann. Die Elternschaft spendete wohlwollenden Applaus.
Bürgermeister Kiemel freute sich, dass das RP die Vorschläge von Schulamtsdirektor Meinzinger mitträgt und gemeinsam mit Schulleiterin Rathgeb und der Elternschaft eine Lösung für die Grundschule Pommertsweiler gefunden wurde. Er begrüßte das große Engagement der Elternschaft an der Schule. Er hofft, dass das Schulleiterbesetzungsverfahren zügig erfolgt und die Grundschule dann wieder selbstständig und in geordneten Bahnen weitergeführt werden kann.







