Erweiterung der Kläranlage gestartet

icon.crdate13.11.2025
Die Gemeinde Abtsgmünd startete mit der umfassenden Modernisierung und Erweiterung der Sammelkläranlage Untergröningen.
Die Gemeinde Abtsgmünd startete mit der umfassenden Modernisierung und Erweiterung der Sammelkläranlage Untergröningen. Die Anlage wurde 1981 in Betrieb genommen. Da sie nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht, ist nun eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme vorgesehen, um die Abwasserreinigung zukunftsfähig aufzustellen.
Mit dem Abschluss des ersten Funktionsabschnitts ist ein großer Schritt getan: Die Kläranlage Wegstetten sowie die Kleinkläranlagen in Dinkbühl, Gschwendhof und Stein wurden außer Betrieb genommen und an die Kläranlage Untergröningen angeschlossen. Für diese Arbeiten wurden rund 2 Millionen Euro investiert. Nun startet der zweite Funktionsabschnitt – die Sanierung der Sammelkläranlage Untergröningen.
Im Rahmen des zweiten Funktionsabschnittes entsteht ein neues Multifunktionsgebäude mit Kompaktanlage, ein rundes Kombibecken mit Denitrifikationszone und Nachklärung sowie eine Phosphatfällung. Darüber hinaus werden das bestehende Kombibauwerk und das Regenrückhaltebecken umgebaut und technisch ertüchtigt. Das bisherige Betriebsgebäude, der Rechen und der Langsandfang werden abgebrochen.
Da die Neubauten in den Überflutungsbereich des Kochers eingreifen, wird im Zuge der Maßnahme ein großflächiger Retentionsraumausgleich geschaffen.
Die Arbeiten sind in insgesamt zwölf Bauphasen gegliedert. Dazu zählen unter anderem vorbereitende Maßnahmen bis Ende 2025, der Neubau der Kombibecken, des Multifunktionsgebäudes, der Kanal- und Leitungsbau, der Neubau der Phosphatfällung und der Trafostation sowie der Umbau der bestehenden Bauwerke und der Abbruch des alten Betriebsgebäudes. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Oktober 2027 vorgesehen.
Die Gesamtkosten des zweiten Funktionsabschnittes belaufen sich auf rund 6,9 Millionen Euro. Dieses Vorhaben wird vom Land Baden-Württemberg mit Rund 3,25 Millionen Euro gefördert. Mit der Durchführung der Tief-, Kanal-, Leitungs- und Stahlbetonbauarbeiten wurde das Bauunternehmen Hans Ebert aus Pommertsweiler mit rund 2,6 Millionen Euro beauftragt.
In einem möglichen dritten Funktionsabschnitt ist der Anschluss der Ortsteile Fach und Algishofen vorgesehen. Die Umsetzung dieser Maßnahme liegt in der Zuständigkeit der Gemeinde Obergröningen. Bei einer Realisierung des Vorhabens könnte sich die Gemeinde Abtsgmünd mit dem Anschluss von Rötenbach beteiligen.
Mit der Sanierung der Sammelkläranlage in Untergröningen stellt die Gemeinde Abtsgmünd sicher, dass die Abwasserbehandlung auch künftig effizient, umweltgerecht und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entsprechend erfolgen kann.






