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Gemeinde Abtsgmünd

Sommer-Ausstellung 2022: FANTASMA

Der Kunstverein KISS im Schloss Untergröningen, bekannt für seine spektakulären Ausstellungen, begeistert 2022 mit FANTASMA. Ein Begriff, der sich von Traum bis Alptraum, vom Diesseits bis zum Jenseits spannt.  Der vor allem garantiert, dass es auf 1.100 m² nicht nur wie gewohnt hochkarätig, sondern phantastisch werden wird.

Kunst kann - Kunst kann alles.  Deswegen existieren auch Fantasmen in der Kunst seit Anbeginn der Darstellung überhaupt. Denn nichts eignet sich besser als die Abbildung, um Imaginationen aus der Phantasie zu vergegenständlichen und ihnen dadurch ihre Allgegenwart in unseren Gedanken, unseren Träumen zu rauben – Grund genug für den Kunstverein KISS und Kuratorin Heidi Hahn und 30 internationale wie nationale KünstlerInnen, sich diesem Thema zu widmen. Und unter anderem die Geister zu rufen. Deshalb wird es phantastisch im Schloss Untergröningen. Gänsehaut-Feeling inbegriffen: Ob Sundari Arlts Chimären-Skulpturen oder Daniel Depoutots musizierende, (Toten-)tanzende Skelette und „Schatten-Objekte“ oder die Videoarbeit „never call me mensch again“ von Johanna Mangold/Jeremias Heppeler. Der Belgier Pieter Lerooij arbeitet mit Tier-Metaphern in seinen Gemälden, ähnlich Eckart Hahn. 

Es wird spannend, ja, gruselig im alten Schloss Untergröningen. Ab und an gewährt es ein kurzes Durchatmen bei Feen und Elfen, wie bei Renata Mauriellos „Dörnröschen“: in einem Quasi-Märchenland, in dem sich Patricia Wallers Figuren oder Daria Petrillis berühmte, großformatigen Foto-Collagen finden.  Und immer geht es um die Auswüchse unserer Illusion: phantastisch wie Alex Tennigkeit oder überdimensional wie  Sabine Hertigs Collagen; bis hin zu Anna Bittersohls Arbeiten, die den Betrachtenden nach und nach ihren Standpunkt im Hier und Jetzt entziehen.  Natürlich kommt aber auch das Phantastische zum Zuge. Pur, in voller Wucht und Direktheit wie bei Manfred P. Kages  „Optischem Konzert“ oder den X-Ray-Fotografien von Nick Veasey, die den Dingen im wahrsten Wortsinn „auf den Grund“ gehen. Damit wird die Ausstellung FANTASMA zu einer unendlichen Geschichte, die in rund 200 Arbeiten immer neue Assoziationen, Bilder und Phantasmen schafft. Denn die Geister im Schloss sollen nicht müffeln nach alten Kirchenbildern, sie tauchen auf in allen erdenklichen Realitätsstufen: Ob gegenständlich, digital, zwei- oder dreidimensional wie bei Daniel Bengessers Giga-Hologramm, Rainer Plums Laser-Installation, sie sind zum Anfassen oder Durchfassen oder lassen den unendlichen Abgrund erahnen, wie in Margaret Marquardts Installation „Boundless Space“ oder Jeongmoon Chois  „Drawing in Space“. Und da sind Werke, die führen vermeintlich direkt zurück in die Welt der Kindheit, wie Steve Viezens Arbeiten. Und sie packen einen mit Angst und Schrecken wie Olga Golos` Installation „Night“. Und sie stellen Fragen, wie Susanne Kircher-Liner oder Marina Sailer: Nach der Welt in unserer Phantasie, aber auch nach jener, die jenseits des Lebens sein mag. In jedem Fall wird es spannend.

Dabei bietet sich Schloss Untergröningen als Bühne für das Thema geradezu an. Oder, wie Kuratorin Heidi Hahn es formuliert: „Wo, wenn nicht hier?“

Möglich gemacht wurde die Ausstellung durch Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, des Ostalbkreises, der Gemeinde Abtsgmünd, der Kreissparkasse Ostalb, der EnBW-ODR und Büro Schwab.

Öffnungszeiten: 9.4.2022 - 31.7.2022, Sa 14 - 18 Uhr, So + Feiertag 11 - 18 Uhr

Eintritt: 7 €.

Vernissage am 7.4.2022  19.30 Uhr
Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten und zum ausführlichen Begleitprogramm sowie zu Führungen: www.kiss-untergroeningen.de

   

Möglich gemacht wurde die Ausstellung durch Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, des Ostalbkreises, der Gemeinde Abtsgmünd, der Kreissparkasse Ostalb, der EnBW-ODR, Büro Schwab und PASS-Veranstaltungstechnik.

http://www.abtsgmuend.de//leben-wohnen/vereine/kunstverein-kiss-kunst-im-schloss