Gemeinde Aktuell

Bau des Naturrasenplatzes in den letzten Zügen

Die Bauarbeiten um den neuen Naturrasenplatz in den Täferwiesen in Abtsgmünd gehen dem Ende zu. Die Firma Sportstättenbau Garten-Moser aus Essingen wird voraussichtlich Ende nächster Woche die Raseneinsaat vornehmen, damit das Spielfeld ab dem Sommer 2020 bespielbar ist.

Mit dem Bau des St. Jakobus Gymnasiums von 2011 bis 2013 auf dem ehemaligen Tennenplatz und der 100 m Aschenbahn wurden die Sportflächen im Freien in Abtsgmünd sehr knapp. Deshalb wurde 2014 zuerst für über eine Mio. € das bestehende Rasenspielfeld in einen sehr großen und hochwertigen Kunstrasenplatz umgebaut, der erheblich intensiver als ein Rasenspielfeld genutzt werden kann. Des Weiteren wurden die Sportanlagen um eine 110 m-Kurzstreckenbahn erweitert.

Dennoch waren diese Sportfreiflächen für die intensive Nutzung durch die Schulen und die TSG Abtsgmünd aber nicht ausreichend. Aus diesem Grund beschloss der Abtsgmünder Gemeinderat, einen zusätzlichen Naturrasenplatz im Bereich Täferwiesen, östlich des bestehenden Kunstrasenplatzes, für ebenfalls insgesamt über eine Mio. € zu erstellen. Damit wird der kompakte Abtsgmünder Schulcampus mit der Kochertal-Metropole, der Friedrich-von-Keller-Schule, dem Hallenbad, dem St. Jakobus-Gymnasium, den Sportplätzen und dem Freizeitbereich „Täferwiesen“ mit der aktuellen Kocher-Lein-Renaturierung hervorragend abgerundet.

Da mit dem Bau des St. Jakobus-Gymnasiums und dem geplanten Rettungszentrum Hochwasserstauraum verloren ging, musste die Gemeinde Abtsgmünd diesen an anderer Stelle wieder herstellen. Darum plante man den neuen Naturrasenplatz so, dass im Falle eines sehr großen Hochwassers der Retentionsraumverlust kompensiert wird. Vor der Herstellung des eigentlichen Naturrasenplatzes waren deshalb zuerst erhebliche Geländemodellierungsmaßnahmen notwendig. Mit einem Angebot von 392.000 €, das genau den in der Kostenberechnung angesetzten Baukosten entsprach, wurden diese Arbeiten an die Firma Kling Umwelttechnik AG aus Aislingen vergeben. Dabei wurde zuerst ein großer Hang abgetragen und das Höhenniveau des Naturrasenplatzes unter das bestehende Gelände gelegt. Insgesamt 16.000 m³ Erde wurden bewegt. Damit aber der Naturrasenplatz nicht bei jedem größeren Regenereignis geflutet wird, bekam dieser an der Nord- und der Ostseite ein Schutzwall. An der nordöstlichen Ecke wurde ein Auslauf zum Kocher gebaut. Dieser erhält eine Rückstausicherung, so dass bei hohem Wasserstand der Kocher nicht in die Sportplatzfläche zurückstaut.

Der Naturrasenplatz hat eine Nettospielplatzgröße von 95 x 64 m. Um das Spielfeld verläuft insgesamt ein 3,0 m breiter Schutzstreifen. Bis auf die Nordseite wird der Sportplatz von einem 2,50 m breiten Betonpflasterweg umgeben. Auf der kompletten Nordseite sowie je einem Teilbereich der Ost- und Südseite ist ein Ballfangzaun mit 6,0 m bzw. 4,0 m Höhe vorgesehen. Der Aufbau des Platzes hat eine Gesamtstärke von 27 cm und besteht aus 15 cm Dränschicht, 10 cm Rasentragschicht (Humus mit Nährstoffen) und 2 cm Rasendecke (Saatrasen). Zur Erhöhung der Tragfähigkeit auf dem Erdplanum wurde zuerst eine Bodenverbesserung mit Bindemittel vorgenommen. Den Zuschlag für den eigentlichen Bau des Naturrasenplatzes bekam die Firma Sportstättenbau Garten-Moser aus Essingen, bei einem Angebot von knapp 489.000 €. Das Land Baden-Württemberg gewährt zum Bau des Sportplatzes einen Zuschuss von 70.000 €.

Nachdem nun die Drainagen verlegt, der Unterboden (Drainagenschicht) vorbereitet und der Oberboden (Rasentragschicht) angelegt wurden, findet, je nach Wetterlage, Ende nächster Woche die Einsaat statt. Damit wären die Grundarbeiten für die Erstellung des Naturrasenplatzes zeit- und kostenmäßig fertiggestellt worden. Dann müsste der Rasen nur noch wachsen, um im Sommer 2020 für den Sport zur Verfügung zu stehen.

Mit zahlreichen Maschinen, Fahrzeugen und Arbeitern war die Firma Sportstättenbau Garten-Moser aus Essingen in den letzten Monaten am neuen Naturrasenplatz in Abtsgmünd im Einsatz. Foto: Gemeinde Abtsgmünd
Mit zahlreichen Maschinen, Fahrzeugen und Arbeitern war die Firma Sportstättenbau Garten-Moser aus Essingen in den letzten Monaten am neuen Naturrasenplatz in Abtsgmünd im Einsatz.
Foto: Gemeinde Abtsgmünd