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Aus der Sitzung des Ortschaftsrates vom 31.03.2021

Aus der Sitzung des Ortschaftsrates Untergröningen vom 31.03.2021

 

Kindergartenbedarfsplan 2021 / 2022 für Untergröningen

Ortsvorsteher Bacher berichtete über den vom Gemeinderat beschlossenen Kindergartenbedarfsplan für Untergröningen. Seit dem Kindergartenjahr 2019 / 2020 können folgende attraktive Betreuungszeiten in Untergröningen angeboten werden:

  • VÖ-35 von 7.00 – 14.00 Uhr
  • VÖ-30 von 7.30 - 13.30 Uhr oder
  • RG von 7.30 – 13.00 Uhr und an einem Nachmittag (Di. von 13.30 bis 16.00 Uhr)

 

Aktuell wird eine altersgemischte Gruppe (VÖ-35) ab einem Jahr mit 20 Plätzen und eine altersgemischte Regelgruppe ab zwei Jahren mit 25 Plätzen, also insgesamt 45 Betreuungsplätze, angeboten. Der Betreuungsbedarf habe in der letzten Zeit zugenommen und wird weiter zunehmen. Dafür steigt der notwendige Personalbedarf, inklusive Leitungsfreistellung, von 366,5% ab dem 01. September 2021 auf 411,5% weiter an.

Das Gremium nahm nach kurzer Diskussion die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.


Informationen über den Neubau eines Regenüberlaufes sowie eines Pumpwerkes im Zuge der Baumaßnahme „Ersatzneubau zweier Brücken mit innerörtlicher Verlegung der B 19“

Ortsbaumeister Löcher erklärte die geplanten Baumaßnahmen anhand einer ausführlichen PowerPoint-Präsentation. So soll die B 19 zukünftig mit dem Neubau zweier Brücken an der Untergröninger Ortsmitte vorbei von der Aalener Straße direkt in die Haller Straße geleitet werden. Bevor mit dem eigentlichen Bau der B 19 begonnen werden kann, muss die Gemeinde jedoch zuerst in Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung Kanalverlegearbeiten durchführen, damit hier die Straße gebaut werden kann. So müssen verschiedene Kanalabschnitte, ein Regenüberlauf, ein Pumpwerk und eine Kocherunterquerung an anderer Stelle neu gebaut werden. Die Kocherquerung soll in offener Bauweise erstellt werden. Hierfür sollte der Kocher wenig Wasser führen. Ein Problem bei der Ausführung des Projektes sei der Baugrund. Aufgrund der Nähe zum Kocher (Schwemmland) sei nur wenig tragfähiger Untergrund vorhanden. Aus diesem Grund ist eine aufwendige Gründung zur Sicherung des Kanals gegen Setzungen notwendig. Die Arbeiten sollen baldmöglichst ausgeschrieben werden, so dass im Sommer mit dem Bau der Kocherquerung begonnen werden kann. Die Kostenberechnung liegt aktuell bei rund 1,9 Mio. €. Man geht von einer Beteiligung der Gemeinde in Höhe von ca. 600.000 € aus.
Das Gremium war sich einig, dass man nicht umhinkommen werde, die genannten Maßnahmen durchzuführen und nahm die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.


Sanierung und Erweiterung der Sammelkläranlage Untergröningen, Information über die weitere Vorgehensweise

Bürgermeister Kiemel erklärte, dass die Sammelkläranlage Untergröningen mittlerweile 40 Jahre alt sei und nicht mehr den technischen Voraussetzungen entspreche. Aus diesem Grund habe man das Ingenieurbüro Strobel aus Abtsgmünd mit einer ersten Überplanung der Anlagen gebeten.
 
Ortsbaumeister Löcher informierte über das geplante Bauvorhaben und die aktuellen Probleme der Kläranlage Untergröningen. Zahlreiche Teile der Anlage sind mittlerweile in die Jahre gekommen und benötigen dringend eine Sanierung. Auch das Reinigungsziel muss den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Weiter müsse auf Vorgabe der Wasserrahmenrichtlinie eine Phosphatfällung nachgerüstet werden. Auch die Ausbaugröße sollte in diesem Zuge angepasst und von 2.700 auf 3.400 Einwohnergleichwerte erweitert werden, um eventuelle Stilllegungen von Kleinkläranlagen in den Teilorten auffangen zu können. Die Kostenschätzung der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen beträgt aktuell 3.671.000 €. Dabei sind 2.251.000 € förderfähige Kosten, die vom Land Baden-Württemberg mit bis zu 80% bezuschusst werden können. Folglich bliebe bei einer Förderung von 1.800.000 € eine Eigenleistung von 1.871.000 € übrig. Nach weiteren Planungen soll zum 01.10.2021 ein Förderantrag beim Land BW eingereicht werden. 
Im Anschluss an eine Diskussion nahm der Ortschaftsrat die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.

Informationen über das Baugebiet „Brunnenhalde III, 3. Bauabschnitt“

Ortsvorsteher Bacher erklärte, dass die Nachfrage nach Bauplätzen in Untergröningen im Baugebiet „Brunnenhalde III, 2. Bauabschnitt“ sehr hoch sei. Bereits jetzt gäbe es Anfragen für Bauplätze im nächsten Bauabschnitt. Bürgermeister Kiemel schloss sich den Ausführungen an und informierte, dass bereits alle 29 Einfamilienhausbauplätze notariell verkauft worden seien. Nur noch ein Bauplatz für ein Mehrfamilienhaus sei reserviert. Daher sollte zeitnah in den nächsten Bauabschnitt eingestiegen werden. Bereits im Februar habe der Gemeinderat mit der Einleitung des Umlegungsverfahrens für den 3. Bauabschnitt begonnen. Die Grundstückseigentümer werden nun erneut angeschrieben und das Umlegungsverfahren wird erläutert. Wenn alle Grundstückseigentümer mitziehen, könnten die Erschließungsarbeiten evtl. bereits Ende des Jahres ausgeschrieben werden. Innerhalb des Gremiums wird der Bauboom in Untergröningen sehr positiv gesehen.

Skaterbahn

Bürgermeister Kiemel erklärte, dass im Haushaltsplan 2021 finanzielle Mittel für eine Skateranlage eingeplant wurden. Man gehe aber auch von einem hohen Zuschuss aus dem Leaderprogramm und weiteren Sponsorengeldern aus. Der Schultes stellte schon vor mehreren Wochen die Frage, ob eine Skateranlage in Untergröningen überhaupt noch „in“ wäre oder ob nicht der Wunsch nach einem Pumptrack höher wäre. Auch der genaue Standort sollte im Gremium noch intensiv erörtert werden. Eine solche Anlage könnte z.B. unterhalb des bestehenden Kleinspielfeldes erstellt werden. Nach einer ausführlichen Diskussion im Gremium wird sich der Ortschaftsrat über den zukünftigen Standort und die Art der Anlage ausführlich Gedanken machen.

Sonstiges

Haushaltsplan 2021
Bürgermeister Kiemel ging kurz auf die wichtigsten Zahlen für Untergröningen ein und legte dar, dass auch weiterhin enorme Summen in die Infrastruktur des Teilortes investiert werden. Allein im Finanzhaushalt sollen für 2021 weitere 1,95 Mio. € in Untergröningen investiert werden. Dazu zählen vor allem die erste Planungsrate für das Bildungszentrum, die Erneuerung des Regenüberlaufes im Rahmen der B 19, eine Planungsrate für die Kläranlage und die Sanierungsmaßnahme im Bereich Schlossberg / Panoramaweg.

Rasengräber
Ortsbaumeister Löcher führte aus, dass nun der Auftrag zur Erstellung von Rasengräber vergeben worden sei. Zuvor erwies sich die Suche nach einer geeigneten zusammenhängenden Fläche als schwierig. Geplant sei, dass ein Fundamentstreifen mit aufgebrachten Natursteinplatten erstellt werden soll, worauf dann die Grabsteine errichtet werden können. Die Kosten werden ca. 7.000 € betragen und die Arbeiten sollen bis zum Sommer fertiggestellt sein.

Straßensanierung
Ortsbaumeister Löcher erklärte anhand einer PowerPoint-Präsentation, welche Maßnahmen zur Sanierung der Straßen in Untergröningen getroffen wurden. Hervorzuheben sind dabei die Ausbesserung des Gehweges in der Bahnhofstraße für 10.000 € und die Straßensanierung der Straße „Burren“ für 65.000 €.
 
Anfragen

Bank am Kolumbarium
Aus dem Gremium wurde die Anregung vorgetragen, dass am Kolumbarium eine Bank für ältere Besucher von Beerdigungen aufgestellt werden sollte. Bürgermeister Kiemel versprach dies zu veranlassen.
Eine nicht öffentliche Sitzung schloss sich an.