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Gemeinde Abtsgmünd

Sommer-Ausstellung 2021: SPACES

Eine Ausstellung  gleich einer rasenden Reise durch Raum und Zeit: SPACES lotet den realen wie virtuellen Raum, seine künstlerischen bis technischen Möglichkeiten und Grenzen aus. Dies ergibt ein Zusammenspiel von analoger wie digitaler Kunst, von Bildern, Skulpturen, realen und digitalen Installationen, Augmented Reality, und Science Fictions. Und es gibt natürlich Räume: Licht-Räume, dunkle Räume, mehrdimensionale Räume und Räume, die es gar nicht wirklich gibt. Und Kunst, die von Robotern geschaffen wird.

Für SPACES haben sich die Räume im Schloss Untergröningen einmal komplett gewandelt: Jeder Raum bietet immer neuen An- und Einsichten, verwirrt, verzückt, versetzt in Staunen.Dabei setzt Kuratorin Heidi Hahn einmal mehr darauf, eine Ausstellung nicht einfach einem Thema folgend zu konzipieren, sondern auf 1.100 m² mit rund 40 Künstlerinnen, Künstlern und Künstlergruppen aus 14 Ländern ein Gesamtwerk zu schaffen, das der Besucher gleich einem lebendig gewordenen Theaterstück „erlebt“, in dem sich Kunst und Technik, Virtualität und Realität mischen: Hier das Ölgemälde, dort das UFO. Räume, die da zu sein scheinen, aber es nicht sind. Hier von Menschen Geschaffenes, dort der Roboter als Künstler.

Damit stellt SPACES die Doppelfrage: Wo verlaufen die Grenzen eines Raumes? Und wo jene der Kunst im 21. Jahrhundert?

Entsprechend beschäftigt sich SPACES mit dem Raum als begrenzte, als menschgeschaffene Fläche, als natürlicher Raum bis hin zum Weltraum, über den Gedanken-Raum zum Traum-Raum, vom Diesseits ins Jenseits, über optische Täuschungen und Licht-Räume schließlich zum virtuellen Raum, dem Cyber-Space, von analog zu digital.

Keine Frage, dies alles bietet genug Raum für großartige Kunst, große Künstler, überraschende Momente, eindrückliche Installationen: Ob Jeongmoon Chois  "Begehbare  Zeichnung",  "Dreamland" des Japaners Mirai Mizue, Tim Berresheims  großformatige Arbeiten, die via Augmented Reality nochmals neue Aspekte offenbaren, Sebastian Schraders "Hüllen", Enrik Hüpedens  "Linien-Spiel", Stefan Bircheneders "Fake"-Räume, Margaret Marquardts Lichtraum oder der (T)Raum. Knapp über "Deep in Space" von Susanne Kircher-Liner und nur knapp neben dem "Badezimmer" von Tine Pockels offeriert Anne Pincus "Swimming with Medusa". Und oben im zweiten Stock ist ein Roboter stetig dabei, Bilder von der Marsoberfläche zu zeichnen. Den findet man allerdings nicht, wenn man den "Aufzug" nimmt. Besser ist, den Weg Richtung Simone Fezers "Verhausungen" zu nehmen. Selbige wiederum befinden sich dicht bei Marc Rygroks "Ufo".

Da ist man dann schon mitten im Weltraum: Spock, R2-D2 und K-3PO sowie Patricia Wallers "Space Couple" lassen grüßen. Und damit erklärt sich auch, warum außen im Hof, gleich neben Stefan Rohrers "Goggomobil",  Parkplatzschilder angebracht sind, die eindeutig für Besucher aus anderen „Welt-Räumen“ sind.

http://www.abtsgmuend.de//leben-wohnen/vereine/kunstverein-kiss-kunst-im-schloss