Kunstverein KISS - Kunst im Schloss

Im Jahr 2018 startet KISS in den 18. Kunst- und Kultursommer unter dem Titel "Untragbar - von der Sehnsucht nach Veränderung" der, neben aktueller zeitgenössischer Kunst, auch wieder zahlreiche Zusatzveranstaltungen bietet. Der "Sundowner mit Aussicht" hat sich inzwischen bereits zum Selbstläufer entwickelt. Doch 2018 soll die Kunst nicht nur mit den Augen und Ohren, sondern auch über den Geschmackssinn erfahren werden. So etwa bei der "Italienischen Nacht" oder dem "Männerabend".

Führungen durch die Ausstellungen sowie "Sundowner mit Aussicht", "Poesie für Sie" und "Männerabend" sind auch für Gruppen zu weiteren Terminen buchbar.

Weitere Infos zum Kunstverein KISS im Schloss Untergröningen finden Sie im Internet unter www.kiss-untergroeningen.de.

Kontakt per Mail oder 07366 82-18.

Kunst und Kultur auf dem Schloss - Programm 2018

4.2. - 25.3.2018: Temporäres Museum: Ausstellung KUNSTSTOFF-TÜTEN

Gezeigt werden im temporären Museum die so selbstverständlichen Begleiter des Alltags: Rund 120 Plastiktüten, nach Themen gegliedert und mit einer Publikation kulturhistorisch aufbereitet. Produziert wurden sie von der Firma Rommelag (Thermo-Pack und Holopack) über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren. So dass die eine oder andere Tüte bei so manchem Erinnerungen wecken dürfte.

Geöffnet jeweils samstags und sonntags von 13 - 17 Uhr

Eintritt (Ausstellung KUNSTOFFTÜTEN + EISZEITKUNST): 3 Euro

4.2. - 25.3.2018: Ausstellung: Eine Reise in die Eiszeit - die Kunst der Eiszeit

Schon vor mehr als 40.000 Jahren lebten Menschen auf der Schwäbischen Alb. Die Wanderausstellung bietet eine Zeitreise in die Steinzeit, multimedial und mit allen Sinnen zu erleben. Audioevents vermitteln Geräusche eiszeitlicher Tiere, man kann sich auf Spurensuche nach den Abdrücken eiszeitlicher Tiere begeben, Düfte, Lösungen und Spuren weisen den Weg zur Jagdbeute... kleine Tablet-Computer zeigen die Anfänge der figürlichen Kunst von Jägern und Sammlern und Fotos dokumentieren die sechzehn Funde eiszeitlicher Kunst aus der Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen.  Neben einem lebensechten Modell eines "Homo Sapiens" kann man auch "Eiszeit-Mode" ausprobieren: In Fell-Kleidung wird man zum Mammutjäger. Jene siedelten in Höhlen, aber auch in mobilen Lagerstätten, die man ebenfalls erkunden kann.

Geöffnet jeweils samstags und sonntags von 13 - 17 Uhr

Eintritt (Ausstellung KUNSTOFFTÜTEN + EISZEITKUNST): 3 Euro

Für Gruppen & Schulklassen nach Vereinbarung per Mail oder oder 07366 82-18.

29.4. - 29.7.2018: 18. Kunst- und Kultursommer Ausstellung: Untragbar - von der Sehnsucht nach Veränderung

Eine Ausstellung über den Traum des Menschen von einem anderen Dasein. Die Kunstwerke thematisieren Ungerechtigkeit, prekäre Lebensumstände und die Einschränkung von Freiheit, die sich beispielsweise im Kolonialismus oder im Verhältnis zwischen Natur und Mensch konkretisieren. Ziel ist ein Wechsel der Perspektive. Es geht darum, in der Gegenwartskunst der Fähigkeit nachzuspüren, sich in andere Menschen, ja andere Spezies hineinzuversetzen.

Kuratorin Marjatta Hölz, Stuttgart

Vernissage: Do., 26.4.2018; 19.30 Uhr

Geöffnet: samstags 13 - 18 Uhr und sonntags 11 - 18 Uhr sowie 1.05./10.05./21.05./31.05. 11 - 18 Uhr.

Eintritt: 5 Euro

4.5.2018: Poesie für Sie

Die etwas andere Führung durch die "Kunst und Kultursommer"-Ausstellung. Neben Informationen zu Kunst und Künstlern gibt es Poesie und dazu ein Glas Wein. Kunstgenuss für alle Sinne mit Aussicht übers Kochertal. TN-Gebühr 10 Euro. Anmeldung und Info per Mail oder 07366-8218. Start: 19.30 Uhr.

9.5.2018: Männer-Sache: Männerabend Wurstkunst

Was hat Wurst mit Kunst zu tun? Mehr als man glauben mag. Schließlich ist eine Wurst die Kunst, viel Geschmack auf wenig Raum zu verdichten. Deshalb: Wenns um die (gute) Wurst geht, sollte man keinen Spaß verstehen. Aber viel Spaß haben und Genuss. Noch besser: beides zusammen.

Beim Männerabend "Wurstkunst" wird Mann in das Geheimnis der Thüringer Bratwurst-Herstellung eingeweiht und brutzelt seine Wurst anschließend auf dem heißen Grill. Was richtig durstig macht... und richtig lecker riecht. Also, nicht zögern: mitmachen! Anmeldung per Mail oder 07366 82-18. TN-Gebühr: 39 Euro. Bitte mitbringen: Schürze, Handtücher, Behälter mit Deckel. Start: 19 Uhr.

13.5.2018: Konzert mit dem Gitarristen Roberto Legnani

Am Muttertag, Sonntag, 13. Mai 2018, gibt der international bekannte Gitarrist Roberto Legnani um 18 Uhr im Rahmen des Kunst- und Kultursommers im Schloss Untergröningen ein Konzert der Extraklasse: eine Hommage an die Gitarre mit zauberhafter Musik. Den Besuchern werden vor dem Konzert kulinarische Genüsse sowie eine spannende Kunstführung durch die Ausstellung „Untragbar - Von der Sehnsucht nach Veränderung“ geboten.

Roberto Legnani ist 2018 auf großer Deutschland-Tournee. Er präsentiert virtuose und brillante klassische Kompositionen, darunter Bekanntes wie z. B.  „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tárrega, aber auch von Legnani wieder entdeckte Meisterwerke, sowie seine großartigen Eigenschöpfungen, u. a. „Moods from the Song of King David“. Unter den musikalischen Highlights sind „La Catedral“ von Agustín Barrios, eine der grandiosen „Le Rossiniane“ aus Opus 119 von Mauro Giuliani sowie meisterhafte und formvollendete Kompositionen aus Deutschland, Irland, Italien und Spanien. Mit Milongas und Valses Porteños zaubert er die Heiterkeit und Melancholie Lateinamerikas auf das Podium. Das Programm bietet Musik voller Nostalgie, ein vortreffliches Stück Kulturgeschichte. Legnanis präzises Spiel ist von höchster eleganter Meisterschaft. Er ist der Meister des sauberen Tons, einer seltenen Technik unter Gitarristen. Mit gewaltigen Klang- und Farbnuancen lässt Roberto Legnani eine eindringliche Atmosphäre entstehen. Durch die herausragende Klarheit und die Vielseitigkeit der musikalischen Wiedergabe sowie durch seine hohe Virtuosität begeistert der „Magier der Gitarre“ immer wieder sein Publikum. Bereits ab Öffnung der Konzertkasse um 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen sowie eine Führung um 17 Uhr durch die Ausstellung.

Eintritt: Muttertags-Paket: 25 Euro inkl. Kaffee und Kuchen, Kunstführung und Konzert-Ticket

Konzert-Ticket: 15 Euro; Kinder unter 12 Jahren sind frei

Anmeldung und Info per Mail oderTel.: 07366 82-18 oder www.tourneebuero-cunningham.com und Ticket-Hotline: 07852-93 30 34.

1.6.2018: Italienische Nacht - Italienische Evergreens, Hits und Dolce Vita

Die Brüder Orlando und Co. garantieren musikalisch unvergessliche Stunden und lassen einen Frühlingsabend lang Sommerurlaub machen: Bei italienischen Klängen, dem Duft nach italienischen Speisen, frischen Kräutern und einem Glas Wein mit Freunden. Ein Abend, an dem alles möglich ist: Feiern, tanzen, in Erinnerungen schwelgen oder einfach nur genießen.

Ort: Schlosskeller, Eintritt 10 Euro, Anmeldung und Info per Mail oder 07366 82-18. Start: 20 Uhr.

16.6.2018: Sundowner mit Aussicht

Die Kult-Tour durch die die "Kunst und Kultursommer"-Ausstellung  mit anschließender Cocktailprobe, satirischen Gedichten und handgemachter Musik. TN-Gebühr: 15 Euro.

Anmeldung und Info per Mail oder 07366 82-18. Start: 19.30 Uhr.

22.6.2018: Oben ohne im Schloss - Das Talent-Event

Oben ohne im Schloss....zeig, was du kannst
Wieder bietet KISS jungen Künstlern aller Genres eine außergewöhnliche Plattform: Oben auf dem Schloss und ohne viel Technik haben junge und jung gebliebene Talente die Chance, sich inmitten von Kunst einem interessierten Publikum zu präsentieren. Dabei wechseln die Darsteller ebenso wie die Genres und wie die Räume, in denen diese "Talent-Events" stattfinden. Egal, ob Musik, Tanz, Gesang, Theater, Poetik, und und und...erlaubt ist alles. Einzige Bedingung: ohne viel Technik.Derweil wandern die Besucher durch das Schloss, durch die Ausstellung und von Darbietung zu Darbietung, von Stil zu Stil, von Charakter zu Charakter - vom Keller bis in den zweiten Stock hinauf verteilen sich die Künstler, Sänger, Musiker, Bands, Darsteller, Dichter, Schriftsteller und und und.

Eintritt 5 Euro. Anmeldung und Info per Mail oder 07366 82-18. Start 20 Uhr.

 

Wer als Künstler bei „Oben ohne“ mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Interessenten melden sich bitte bei der KISS-Geschäftsstelle.

21.7.2018: Sundowner mit Aussicht

Die Kult-Tour durch die die "Kunst und Kultursommer"-Ausstellung  mit anschließender Cocktailprobe, satirischen Gedichten und handgemachter Musik. TN-Gebühr: 15 Euro.

Anmeldung und Info per Mail oder 07366 82-18. Start: 19.30 Uhr.

28.10. - 18.11.2018: Ausstellung MISTA – KISS-Mitglieder stellen aus

Es ist angerichtet: KISS-MISTA

Insgesamt 13 Künstlerinnen und Künstler aus den Reihen des Kunstvereins KISS – Kunst im Schloss Untergröningen e.V. präsentieren bei der Mitgliederausstellung MISTA vom 28. Oktober bis zum 18. November ihre Werke der verschiedensten Stilrichtungen im Schloss Untergröningen. Und wie bei der gleichnamigen Pizza gilt: je bunter die Mischung, desto schmackhafter das Ergebnis. 

Trotzdem ist MISTA keine italienische Leckerei, sondern die Abkürzung für „Mitglieder stellen aus“. Die Mitgliederausstellung ist die vierte von insgesamt fünf Ausstellungen, die der Kunstverein in diesem Jahr veranstaltet. Zur Vernissage am Freitag, den 26. Oktober um 19 Uhr sind alle Kunstliebhaber und solche, die es werden wollen, herzlich eingeladen. Für die musikalische Umrahmung sorgt Felix Kogel am Akkordeon.

Vom 28. Oktober bis zum 18. November öffnen sich dann immer samstags von 13 bis 17 Uhr  und sonntags sowie am 1. November von 11 bis 17 Uhr die Schlosstore, damit alle Interessierten die Werke der 13 Künstlerinnen und Künstler in Augenschein nehmen können. Die Bandbreite reicht von Skulpturen über Zeichnungen, Malerei und Fotografie bis hin zu Installationen – eine bunte Mischung passend zur Bedeutung des italienischen Wortes „mista“ – gemischt.  

Der Eintritt ist frei.

Folgende Künstler stellen bei KISS-MISTA aus:  

Toulin Balabaki (Böbingen): Die gebürtige Syrerin, die seit rund einem Jahr in Böbingen an der Rems lebt und arbeitet, war lange Jahre als Zeichentrick-Illustratorin tätig und ist unermüdlich kreativ. In vielen ihrer Bilder spiegeln sich ihre Erlebnisse in Syrien wieder. Ihre Motive sind dabei so vielfältig wie die Stilrichtungen. Gemeinsam ist allen Bildern jedoch, dass sie Hoffnung ausstrahlen. Hoffnung auf ein besseres Leben. Malen ist ihre Art, ihre Gefühlswelt und Gedanken auf der Leinwand zu verewigen.

Margarita Billhardt (Abtsgmünd): Margarita Billhardt ist 1953 in Albstadt geboren und lebt seit 1990 in Abtsgmünd. Die Lehrerin ist künstlerisch tätig wann immer sie dafür Zeit und Ruhe findet. Für Billhardt ist Kunst unendlich dreidimensional und eine Idee zu einem Thema kann sich zunächst in alle Richtungen und künstlerischen Ausdrucksformen ausbreiten. Erst im Schaffensprozess nimmt es durch Material, Farbe, Duktus und Technik eine sichtbare Form an. Das Spektrum an Möglichkeiten ist es, das die Künstlerin fasziniert. 

Ivana Dorn (Aalen): Die gebürtige Slowakin hat vor fast zehn Jahren in Deutschland ein neues Zuhause gefunden und lebt in Aalen. Genauso erfüllend wie ihr Beruf als Ärztin ist ihre Leidenschaft für die Fotografie, die für sie inzwischen zur universellen Sprache geworden ist. Durch ihre Aufnahmen kann sie die Grenzen des Alltags überschreiten, ihre Liebe zur Natur zeigen und sich für die Momente sensibilisieren, die oft im Verborgenen bleiben. Bei KISS-MISTA präsentiert Dorn beeindruckende Aufnahmen von Vulkanen auf der ganzen Welt – ein Thema, das sie schon seit frühester Kindheit fasziniert. Dabei erscheint die Erde als lebendiger, atmender Organismus, der unter unseren Füßen brodelt und die Fähigkeit hat, zu erschaffen aber auch zu zerstören.

Alois Guschlbauer (Abtsgmünd): Die Arbeit des in Abtsgmünd-Wilflingen lebenden Künstlers ist geprägt von farbintensiven Acrylgemälden, die sich dem Betrachter in sehr unterschiedlichen Abstraktionsgraden präsentieren. Festlegen lässt Guschlbauer sich in seinem künstlerischen Ausdruck nicht und zeigt unterschiedliche künstlerische Formgebungen.

Monika Kaminska-Merz (Essingen): Monika Kaminska-Merz, die in Essingen-Lauterburg ihr Atelier hat, malt, fotografiert und arbeitet im Bereich Skulpturen und Installationen. Sie überzeugt durch ihren ganz speziellen Blick, mit dem sie kleinste Details entdeckt, auf ihren Fotos festhält und so oftmals überraschende An- und Einblicke präsentiert. Im Sektor Malerei zeigt sie eine Serie von einzigartigen Frauenportraits in ihrem typischen, unverwechselbaren Stil. 

Annette Kämmerer (Alfdorf): Die Bilder von Annette Kämmerer sind Symbiosen von Farbe und Material, gemalte Harmonien. Sie zeigen märchenhafte Physiognomien, gestalterisch-geometrische Formen und manchmal auch haptische Kompositionen. Ideen werden zu Bildern und entwickeln sich bei der Entstehung zu Kunstwerken. Intensionen und Gefühle werden sichtbar. Für den Betrachter werden Emotionalität, poetische Energie und Phantasie deutlich spürbar. Maltechnisch folgt sie ihren Inspirationen, die ihr im Entstehungsprozess meist durch das Bild selbst vorgegeben werden. Der Betrachter spürt, wie in den Bildern Schicht für Schicht erarbeitet, erspürt, aber auch wieder verworfen und erneut entwickelt wurde. 

Heike Köhler (Leinzell): Viele Motive der Werke von Heike Köhler spiegeln innere und äußere Entwicklungs- sowie Verarbeitungsprozesse wider. Die Auseinandersetzung mit gedanklichen Konzepten und gesellschaftlichen Zwängen sowie kulturellen Gegebenheiten spielen dabei eine große Rolle. Der Umgang mit dem Leben und mit allen Lebewesen und ihr Verhältnis zueinander werden thematisiert. Bei ihrer Arbeit lässt sie sich von Impulsen leiten, so dass sich die mitunter surreal, phantastisch, bizarren und bunten Werke der in Leinzell lebenden Küntlerin fast wie von selbst ergeben. 

Christian Oesterle (Mögglingen): Bereits in seiner Kindheit entdeckte der Plein-Air-Maler Christian Oesterle seine Liebe zur naturalistischen Malerei. Einen Teil davon verbrachte er im Amazonasgebiet in Brasilien und fühlte, umgeben von der Natur, welche Ruhe und innere Zufriedenheit die Farben, Formen und Geräusche der Natur einem jungen Menschen geben können. Im Laufe der Jahre versuchte er sich an verschiedenen Techniken und kam über Spraydose und Airbrush schließlich zur Wandmalerei, die ihn in ihren Bann gezogen hat, weil sie eng mit der realistischen Malerei verbunden ist und dem Betrachter das Gefühl gibt, Teil des Geschehens zu sein. 

Josef A. Schaeble (Unterschneidheim): Der aus dem Ries stammende Bildhauer Josef A. Schaeble schafft Skulpturen zwischen Gegenstand und Abstraktion. In abstrahierend vereinfachender Formensprache bearbeitet er heimische Findlinge. Schicht für Schicht legt Schaeble Formen frei, die er im Rohstoff sieht und erschafft so die vollendet wirkende Form seiner Skulpturen. Die Eigenheiten des Materials, ob spröde oder raue Außenseiten oder glatte spiegelnde Oberflächen, stehen immer in Bezug zur Gesamtform der künstlerischen Ausführung. 

Christian Schott (Iggingen): Christian Schott wuchs in Venezuela, Spanien und Deutschland  auf und kehrte nach vielen Jahren im Ausland 1990 nach Deutschland zurück. Seine Wahrnehmung der Welt, sein Erleben menschlichen Miteinanders setzt er grafisch um – zunächst eher gegenständlich, später gewannen zunehmend Formen und Farben die Oberhand. Der weitgehend abstrakte Stil ermöglicht ein Eindringen in eine fantastische, mikrokosmische Fabelwesenwelt mit durchaus humoristischer Färbung. Das immerwährende Experimentieren mit verschiedenen Farben, Untergründen und Materialien führte schließlich zur stärkeren Hinwendung zu Holzobjekten. Bei KISS-MISTA präsentiert er sowohl Aquarelle, als auch Holzobjekte. 

Frank Schwab (Aalen): Frank Schwab lebt in Aalen-Himmlingen und betreibt dort sein Büro für visuelle Kommunikation. Als Künstler befasst er sich mit ausdruckstarken, zeitkritischen Rauminstallationen, mit denen er bereits bei der KISS-MISTA Ausstellung im vergangenen Jahr das Publikum beeindruckte. Dieses Mal präsentiert er die Installation mit dem Titel „Water-Trader“, die sich mit der Ausbeutung der Ressourcen befasst. Die Installation zeigt ein hyperrealistisches Szenario, das dem Betrachter als Anregung zur Auseinandersetzung mit der Realität dienen kann und gibt so einen Anstoß zu einer weiteren inneren Bearbeitung. 

Marlis Ulrich (Iggingen): Vielseitig ist Marlis Ulrichs künstlerisches Schaffen: von Ölgemälden, Zeichnungen und Aquarellen über Linolschnitte, Collagen und Mosaike bis hin zu Installationen, Objekten und auch Häkelbildern. Letztere zeigt Marlis Ulrich bei der diesjährigen KISS-MISTA Ausstellung im Schloss Untergröningen. Häkeln ist für die in Iggingen lebende Künstlerin die langsame Kunst, die Malerei die Schnelle, wobei sie Häkeln als „Malen mit Wolle“ sieht. Ihre aktuellen Häkelbilder sind nicht geplant, sondern entstehen spontan. Dabei kommt es auf das Zusammenspiel der Farben und Formen an, das sich während des Entstehungsprozesses nach und nach ergibt. 

Claudia Wagner-Schwarting (Abtsgmünd): Claudia Wagner-Schwarting wurde 1974 in Aalen geboren. Sie ist seit 2011 freie Künstlerin und arbeitet vorzugsweise mit Kohle und Pastellkreiden. In etwa einhundert Stunden pro Bild baut sie schichtenweise eine täuschend echte Dreidimensionalität auf. Claudia Wagner-Schwarting geht weit über das hinaus, was eine fotografische Abbildung kann: Sie haucht ihren Personen und Tieren eine Seele ein. Die Betrachtung ihrer Werke wird zu einer Begegnung, der man sich kaum entziehen kann. 

Informationen unter: www.kiss-untergroeningen.de

Parallel zur Ausstellung KISS-MISTA, die sich auf das Erdgeschoss und das 2. Obergeschoss des Schlosses erstreckt, findet die Ausstellung LichtGRUND des in Abtsgmünd und Berlin lebenden Künstlers Alfred Bast im 1. Stock des Schlosses statt. Bast, seinerseits ebenfalls KISS-Mitglied, feiert sein 50-jähriges Kunstjubiläum, das unter anderem mit einer Doppelausstellung in der Abtsgmünder Zehntscheuer und auf Schloss Untergröningen gefeiert wird.

1. - 26.12.2018: Ausstellung aufgeSCHLOSSen - IDENTITY

Unter dem Titel IDENTITY zeigt der Kunstverein KISS - Kunst im Schloss Untergröningen e.V. vom 1. bis zum 26. Dezember die Arbeiten junger Künstler, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Die Ausstellung findet passend zum Jubiläums zum 30-jährigen Bestehen des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg und im Rahmen des Ausstellungskonzepts "aufgeSCHLOSSen" auf Schloss Untergröningen statt.

Immer im Spätherbst präsentiert der Kunstverein KISS unter dem Motto "aufgeSCHLOSSen" junge Künstler aus Baden-Württemberg. Mit dem Konzept setzt KISS klare Impulse zur Unterstützung und Förderung von Kunst und Künstlern.

In diesem Jahr wurden junge internationale Künstler ausgewählt, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und nun in Deutschland leben. Der Titel  IDENTITY steht für 86.000000 Menschen weltweit, die derzeit auf der Flucht sind, die ihr Zuhause, ihr Leben aufgaben für eine ungewisse Zukunft.

IDENTITY lässt das Thema "Krieg - Vertreibung - Flucht" für den Besucher zur unmittelbaren Realität werden.

Präsentiert werden auf rund 1.000m² Ausstellungsfläche Werke ganz unterschiedlicher Genres: Malerei, Fotografie, Zeichnung, Druckgrafik, Skulpturen, Design, Installationen, ergänzt durch Konzeptionelles wie z.B. ein Flüchtlings-Schlauchboot, typische Lager-Zelte bzw. Flucht-/Gefängnis-Situationen, Videos und Sound-Installationen. Die Ausstellung findet statt im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg.

Vernissage am 29.11.2018, 19 Uhr
Geöffnet jeweils sonntags, 11 - 17 Uhr sowie samstags am 1.12 von 16 - 19 Uhr und am 8. und 15.12. von 19 - 21 Uhr, außerdem am 26.12. von 11 - 17 Uhr. Eintritt: 3 Euro. Anmeldung für Gruppen und zu Führungen ( 8 € p .P.) unter info@kiss-untergroeningen.de oder 07366 8218.