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Werner Koczwara sorgte mit "Für eine Handvoll Trollinger" für einen rundum gelungenen Kabarett-Abend in Abtsgmünd

Mit seinem neuen Programm „Für einen Handvoll Trollinger“ sorgte Werner Koczwara gestern Abend beim Publikum in der Abtsgmünder Zehntscheuer für herzhafte Lacher. Koczwara nahm die Besucher mit in sein „Heimatdorf“ Trollingen und erzählte pointenreiche Anekdoten aus seinem Leben und dem seiner fünf besten Freunde - der Handvoll Trollinger.
Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, stellte Werner Koczwara gleich zu Beginn seines Programms eines klar: Der Titel ist keine Anlehnung an den Film „Für eine Handvoll Dollar“ und mit Hauptdarsteller Clint Eastwood habe er auch herzlich wenig gemeinsam. Vor allem sei Eastwood ja bekanntlich nicht des Schwäbischen mächtig. In bundesweit verständlichem Oxford-Schwäbisch erzählte Koczwara am Mittwochabend in der Zehntscheuer nicht nur Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend in dem kleinen Örtchen Trollingen, er umriss einen Zeitraum von 60 Jahren, ging über Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung bis zur Flüchtlingskrise der Gegenwart. Beleuchtet wurden neben fragwürdigen Erziehungsmethoden, schwäbischen Eigenarten und Schrulligkeiten auch Anekdoten aus der Pubertät und die Schmerzen der ersten Liebe. Das Publikum erfuhr zudem was Männer und Frauen in den Wahnsinn treibt und welch breitgefächerte Möglichkeiten die schwäbische Sprache bietet, seinen Partner mit tierischen und kulinarischen Kosenamen zu bedenken.
Immer wieder unternahm Koczwara auch kurze Ausflüge zu seinen Wurzeln ins juristische Kabarett und klärte zum Beispiel die Frage, warum man mit einer nicht angeschnallten Leiche auf dem Beifahrersitz dennoch Punkte in Flensburg kassiert. Aufgeklärt wurde auch, was schwäbische Sparsamkeit mit einer unfreiwilligen Zugreise nach Paris zu tun hat und warum man Blumensträuße nicht in der Mikrowelle auftauen sollte.
Zum großen Finale begegneten die Zuschauer erst einem überaus deprimierten Tod, den nicht nur schwere Alkoholprobleme belasten, sondern der auch noch von seiner Armbanduhr im Stich gelassen wird. Danach ging es mit dem Aufzug hinunter in die Hölle, wo ein restlos überforderter Teufel mit Gummistiefeln, Regenschirm und Nikotinpflastern auf dem Rücken wartete und schließlich umriss Koczwara das wahrscheinlich indiskutabelste Kasperle-Theater der Bühnengeschichte. Als Zugabe gab Werner Koczwara einen schwäbischen Sprachkurs und rundete so einen rundum gelungenen schwäbischen Kabarett-Abend ab.
 
Jetzt schon die nächste Veranstaltung der Kulturstiftung Abtsgmünd vormerken:
Kabarett mit Uli Masuth –„Mein Leben als ICH“
Samstag, 18. November 2017 in der Zehntscheuer Abtsgmünd; Einlass 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr; Tickets: VVK 16 Euro bei der Gemeindekasse Abtsgmünd, Tel. 07366/8225; AK 18 Euro

Werner Koczwara sorgte mit
Werner Koczwara sorgte mit "Für eine Handvoll Trollinger" für ausgezeichnete Stimmung in der Abtsgmünder Zehntscheuer.