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Uli Masuths Leben als Ich

Uli Masuth philosophierte beim Kabarett-Abend der Kulturstiftung Abtsgmünd am 18. November in der Zehntscheuer über sein Leben als Ich. Doch das neue Programm des in Weimar lebenden Künstlers dreht sich nicht nur um ihn selbst.
Der Meister des rabenschwarzen Humors beschäftigte sich mit Fragen, die sich heutzutage viele stellen. Welche Rolle spiele ich eigentlich in meinem Leben? Eine Hauptrolle? Eine Nebenrolle? Gar keine Rolle? Wer will das schon, keine Rolle spielen? Sind deshalb so viele Menschen völlig von der Rolle? Was ist los in einer Zeit, in der sich die Menschen ständig selbst fotografieren und die Überhöhung des eigenen Ichs stetig zunimmt? Auf viele Fragen lieferte Masuth eine Antwort, manche ließ er jedoch auch offen und regte zum Nachdenken an.
Im Laufe des Abends erfuhren die Besucher unter anderem, warum der US-Präsident besser in einem Kindergarten aufgehoben wäre, inwiefern unsere Nase bei der Partnerwahl den Ton angibt, warum der Thermomix vor allem für Männer spannend ist und welch inniges Verhältnis Masuth zur GEMA hat. Doch überwiegend schlug Masuth ernste Töne an. Klimawandel, Rentendebatte oder auch das Thema Flüchtlinge kamen zur Sprache.
Masuth, seines Zeichens Kabarettist und Komponist, präsentierte sein neues Programm mit gekonnter Klavierbegleitung und erntete dafür viel Beifall.

Uli Masuth präsentierte sein neues Programm "Mein Leben als ICH" in der Zehntscheuer.
Uli Masuth präsentierte sein neues Programm "Mein Leben als ICH" in der Zehntscheuer.