Gemeinde Abtsgmünd (Druckversion)

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24. Jahrestagung über den Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken in der Kochertal-Metropole

Abtsgmünd, 5. Dezember 2017 – Am 29. November 2017 fand in der Kochertal-Metropole in Abtsgmünd die 24. Jahrestagung „Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken in Baden-Württemberg“ der WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung statt. Die Jahrestagung widmete sich in diesem Jahr der Thematik „Stahlwasserbau sowie Steuer- und Überwachungstechnik - Zeitgemäße Lösungen“. Die beiden Themen wurden in zwei Vortragsblöcken vertieft. Über 150 Vertreter aus dem Umweltministerium, den vier Regierungspräsidien, den Wasserwirtschaftsverbänden, den Kommunen und den Ingenieurbüros aus dem ganzen Land nutzten die Möglichkeit, sich insbesondere über den zeitgemäßen Stahlwasserbau sowie Steuer- und Überwachungstechniken zu informieren.
Nach der Begrüßung durch Armin Kiemel, Bürgermeister der Gemeinde Abtsgmünd, und Jürgen Reich, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, wurde die Jahrestagung durch einen Fachvortrag von Eva Gertsch-Gautschi vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) aus der Schweiz eröffnet. Innerhalb des Vortrages wurden Strategien zum Umgang mit Geschiebe- und Murgangrisiken erläutert. Hintergrund dieses Vortrages war das Starkregenereignis und die damit verbundene Gerölllawine in Braunsbach aus dem Vorjahr. Zum Umgang mit Niederschlagsvorhersagen referierte die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Abgerundet wurde die Jahrestagung durch eine sehr gelungene Fachexkursion mit dem Schwerpunkt Stahlwasserbau zu Einrichtungen des Wasserverbands Obere Jagst. Hier wurden die Hochwasserrückhaltebecken Buch und Schwabsberg sowie das Pumpwerk Dalkingen besichtigt. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen spannenden und interessanten Tag rund um das Thema Hochwasserrückhaltebecken.
Hochwasser und Hochwasserschutz sind für die Gemeinde Abtsgmünd seit jeher durch die Flüsse „Lein“ und „Kocher“ wichtige Anliegen. Deshalb hat Bürgermeister Kiemel nach dem letzten Hochwasser vom 29. auf den 30. Mai 2016 zwei wichtige Initiativen beim Land und dem Landkreis für den Hochwasserschutz im Bereich „Kocher“ gestartet. Die Ausarbeitung der umfangreichen Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz auf der Gemarkung Abtsgmünd befindet sich auf der Zielgeraden. Das Land Baden-Württemberg hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Abtsgmünd diese Machbarkeitsstudie beim Ingenieurbüro Winkler und Partner, Stuttgart, in Auftrag gegeben. Diese Studie soll in Kürze fertig gestellt werden. Den zweiten wichtigen Schritt, eine Flussgebietsuntersuchung für den „Oberen Kocher“, von Oberkochen bis nach Abtsgmünd wird zusammen mit allen Anliegergemeinden nun in Angriff genommen. Der Förderantrag wurde beim Regierungspräsidium Stuttgart inzwischen eingereicht. Auch diese Flussgebietsuntersuchung soll Ingenieurbüro Winkler und Partner, Stuttgart, ausgearbeitet werden.
Im Bereich der „Lein“ ist die Gemeinde Abtsgmünd wegen des Hochwasserschutzes relativ gut aufgestellt. Der Wasserverband Kocher - Lein hat von 1957 bis 1982 mit den damaligen Abtsgmünder Bürgermeistern Fröhlich und Stegmaier insgesamt elf Hochwasserrückhaltebecken gebaut. Im Bereich des „Kochers“ sollen nun durch die beiden Gutachten nach Verbesserungsmöglichkeiten zum Hochwasserschutz untersucht werden.
Hintergrundinformationen:
In Baden-Württemberg werden derzeit ca. 750 Hochwasserrückhaltebecken betrieben. Diese stellen einen wichtigen Bestandteil der Hochwasserstrategie des Landes dar. Der Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken ist eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Ein störungsfreier Betrieb muss ständig gewährleistet sein. Es liegt in der Verantwortung der Betreiber, dies zu gewährleisten. Das Angebot der WBW Fortbildungsgesellschaft ermöglicht ein hohes und nachhaltiges Qualifikationsniveau für alle Ebenen des Stauanlagenpersonals im Sinne eines sicheren Betriebs der Hochwasserrückhaltebecken in Baden-Württemberg.

150 Teilnehmer kamen zur 24. Jahrestagung über den Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken in die Kochertal-Metropole nach Abtsgmünd.
150 Teilnehmer kamen zur 24. Jahrestagung über den Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken in die Kochertal-Metropole nach Abtsgmünd.
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