Hintergrund & Fürstenzüge

Verein Fürstenzug gegründet

Am 21. April 2015 ist Verein Fürstenzug gegründet worden. Die Gründungsversammlung hat Martin Mehrer zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Nachdem der Fürstenzug vier Mal von einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) veranstaltet worden ist, haben die Verantwortlichen vorgeschlagen, einen Verein zu gründen, der die Veranstaltung ausrichtet. Etwa 35 Anwesende bei der Gründungsversammlung im Gasthaus Lamm sind diesen Schritt mitgegangen. Sie haben den Verein gegründet, über die Satzung abgestimmt und den Vorstand und Beisitzer gewählt. Vorsitzender ist Martin Mehrer, sein Stellvertreter ist Klaus Ziegler, Kassiererin ist Cornelia Gutsch und Sarah Fuchs ist Schriftführerin. Der nächste Fürstenzug soll am Wochenende vom 3. und 4. September 2016 stattfinden.

Historischer Hintergrund

Wir schreiben das Jahr 1776: Fürstin Friederike Sophie Charlotte von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein erhält als eine der fünf limpurg-sontheimischen Erbtöchtern Schloss und Herrschaft in Untergröningen. Mit einem Festzug zieht die neue Herrin am 7. September samt Gefolge ins frisch renovierte Schloss Untergröningen ein. In den daraufhin folgenden Monaten bis zu ihrem Tod im Jahr 1777 prägt die Fürstin die Entwicklung von Untergröningen maßgeblich.

Der 4. Fürstenzug 2013
Der 4. Fürstenzug 2013
Die Huldigung der Fürstin
Die Huldigung der Fürstin

Historische Belege

Der ehrenamtliche Archivar Roland Knobloch aus Untergröningen stieß bei seinen Recherchen zur Untergröninger Schlossgeschichte auf eine Huldigungsformel zu Ehren der neuen Herrin. Durch diese Huldigung begrüßten die Honoratioren wie Untertanen kurz nach ihrem Einzug ins Schloss die neue Herrin. Im Jahr 2005 entwickelte sich daraus die Idee, ein historisches Spektakel zu veranstalten. Ein Jahr später wurde die Idee in die Realität umgesetzt.

Der 1. Untergröninger Fürstenzug 2006

Genau 230 Jahre nach dem historischen Einzug der Fürstin von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein fand am 9. und 10. September 2006 der erste Untergröninger Fürstenzug unter dem Epochenbegriff "Barock" statt. Strahlendes Wetter, unzählige Besucher aus nah und fern und die tolle Organisation trugen maßgeblich zum großen Erfolg der Veranstaltung bei.

Flankiert von begeisterten Zuschauern wiederholte der "Erste Untergröninger Fürstenzug" den Einzug der Fürstin ins Schloss, ehe als Höhepunkt des Festwochenendes die "Huldigung" der neuen Herrin stattfand. Die Untergröninger Vereine veranstalteten dieses Fest in Eigenregie und gründeten deshalb im Jahr 2006 einen Festausschuss, der sich aus Vertretern der einzelnen ortsansässigen Vereine zusammensetzt.

Der 2. Untergröninger Fürstenzug 2008

Über 30 Gruppen und 550 aktive Umzugsteilnehmer begleiteten die Fürstin am 7. September 2008, anlässlich des 232. Jahrestages, ins Schloss und ließen die Vergangenheit lebendig wirken. Entlang der Strecke vom Dorfmittelpunkt bis zum Schloss wurde dem Besucher ein wahrhaft farbenprächtiges Spektakel geboten. Erneut wurde als besonderer Höhepunkt die "Fürstin" im Schlosshof von Honoratioren und Untertanen mit Willkommensworten und Treuebezeugungen überhäuft - genau wie im Jahr 1776.

Im Rahmen des Festwochenendes wurde ein historischer Markt/Kunsthandwerkermarkt, Bewirtung im Schlosshof und entsprechendes Rahmenprogramm geboten. Das Mittelsteinzeit- und Geschichtenmuseum des Heimatvereins Untergröningen hatte ganztägig geöffnet. Darüber hinaus bot der Kunstverein KiSS historische Schlossführungen an.

Am Samstag, 6. September 2008 gab es ein Schlossfest mit Auftritten der örtlichen Vereine, Nachtwächtern der Stadt Aalen, Fahnenschwinger der Niederburg aus Konstanz am Bodensee und dem Hofmarschall Johannes Dunkl. Als besonderes Bonbon führte das Tournee Theater Stuttgart open air die Komödie "Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni unter der Regie von Wilfried Alt auf.

Der 3. Untergröninger Fürstenzug 2010

Der dritte Untergröninger Fürstenzug am 11. und 12. September 2010 entzückte Majestäten und Besucher gleichermaßen. Der Einzug der Fürstin Marie Friederike Sophie Charlotte von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein in das Schloss Untergröningen ist mittlerweile 234 Jahre her. Doch gelang es durch die liebevolle Ausgestaltung des historischen Volksfestes, ganz Untergröningen zurück in das Jahr 1776 zu versetzen.

Mit der Eröffnung des Kunst- und Handwerkermarkts am Samstagmittag wurden die Feierlichkeiten auf Schloss Untergröningen eingeleitet. Das abendliche Schlossfest verzauberte nicht nur mit stimmungsvoller Beleuchtung: Jongleure, Tänzer, Musiker und Sänger – sogar Greifvögel und Feuerspucker beeindruckten große wie kleine Gäste. Am zweiten Festtag durften die zahlreichen Zuschauer über rund 550 Umzugsteilnehmer in barocken Kostümen, geschmückte Pferde, Kutschen und Kanonen staunen. Unter den teilnehmenden Gruppen aus der nahen und weiten Umgebung waren mehrere Musikvereine, die für Stimmung an den Straßen sorgten.

Der 4. Untergröninger Fürstenzug 2013

Der Fürstenzug ist ein Publikumsmagnet
Der Fürstenzug ist ein Publikumsmagnet
Huldigung und Show im Schloss
Huldigung und Show im Schloss

 25 Gruppen mit über 400 Teilnehmern nahmen am 8. September am Festumzug vom alten Untergröninger Bahnhof hinauf zum Schloss teil. Es war ein farbenfrohes und unterhaltsames Spektakel – so wie das gesamte Wochenende. Denn der nunmehr vierte historische Fürstenzug mit wunderbarem Schlossfest sowie historischem Markt lockte am Samstag und Sonntag Tausende Besucher an. Ausrichter war die Veranstaltergemeinschaft der Untergröninger Vereine mit Unterstützung der Gemeinde Abtsgmünd und zahlreicher Sponsoren.   

Als „ein Geschenk für Abtsgmünd“ bezeichnete Bürgermeister Armin Kiemel, der am Wochenende den Prinzen Leopold Ludwig gab, den samstäglichen Festabend. Der Musikverein und der Liederkranz Untergröningen sowie die Gruppe „La corte delle spade“ aus der Partnerstadt Castel Bolognese sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung. Vor allem die italienischen Gäste mit ihrer akrobatischen Show „Der Widerspenstigen Zähmung“ spielten sich schnell in die Herzen der begeisterten Zuschauer. Ebenso atemberaubend war die Feuershow, nach der es zu Aftershow-Party in den Schlosskeller ging.   

Bereits am Samstagnachmittag demonstrierten die Kindergartenkinder beim „Cirque au Chateau“ ihr Können auf dem Einrad oder mit Jonglagen. Zudem präsentierte die Garde Untergröningen junges Barock, und der CVJM bot an beiden Tagen historische Spiele und Bogenschießen für Kinder an. Die Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, sich durch die Ausstellungsräume von KISS führen zu lassen, oder das Geschichten- und Heimatmuseum des Heimatvereins zu besuchen.   

Der Höhepunkt am Sonntag war schließlich der prunkvolle Fürstenzug und die anschließende Huldigung von Fürstin Friederike Sophie Charlotte von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein. Der Fürstin waren als eine von fünf limpurg-sontheimerischen Erbtöchtern Schloss und Herrschaft nach Losentscheid zugesprochen worden. Im Jahr 1776 zog sie schließlich feierlich ins Schloss ein.