Jakobusweg

Informationen zum Jakobusweg

Die Jakobuskapelle in Wöllstein
Die Jakobuskapelle in Wöllstein

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela in Nordwestspanien. Einer dieser Wege, der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg, nimmt seinen Anfang in Würzburg und führt über Rothenburg ob der Tauber, Rosenberg-Hohenberg direkt durch unsere Gemeinde, weiter nach Ulm.

In der Gemeinde Abtsgmünd sind Wöllstein und die Jakobuskapelle eine Station dieses seit rund 100 Jahren existierenden Pilgerwegs. Die Kapelle war Teil der 1269 erstmals urkundlich erwähnten "Burg" Wöllstein und zählt damit zu den ältesten Kirchen im Ostalbkreis. Sie ist ein geschütztes Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Die gewaltigen Mauern von fast zwei Metern Stärke haben Festungscharakter. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg nahezu zerstört. Lediglich die Kapelle wurde in den Jahren 1700 und 1789 restauriert. Mit der Renovierung 1984 erhielt sie die heutige Innenraumgestaltung.

Wegbeschreibungen

Die längere Variante des Jakobuswegs
Die längere Variante des Jakobuswegs

Aus Richtung Hohenberg verläuft der Weg über Hütten-Gaishardt zur Papiermühle. Von dort aus gibt es zwei Wegvarianten.

Der ursprünglich bezeichnete Pilgerweg (ca. 14 km bis Wöllstein) führt, meist auf asphaltierten Wegen, von der Papiermühle nach Adelmannsfelden. Von dort zur Hammerschmiede, weiter durch Straßdorf und über den Büchelberger Grat nach Reichertshofen. Auf dem Rad- und Wanderweg geht es weiter bis Wöllstein zum Jakobuskreuz und der Jakobuskapelle.

Von der Kapelle aus führt der Weg wieder zum Jakobuskreuz und dann links auf dem Radweg zurück. Über Bernhardsdorf und Fischhaus erreicht man Hohenstadt. Von dort geht es weiter über Börrat nach Klotzhöfe (Gemeinde Schechingen), wo die herrliche Jakobuskapelle - in deren Inneren der gesamte Pilgerweg in Airbrushtechnik dargestellt ist - und der Stelenweg auf die Pilger warten.

Wegvariante

Die Variante Rottal - Pommertsweiler
Die Variante Rottal - Pommertsweiler

Die zweite, kürzere Strecke (ca. 11 km bis Wöllstein) ist landschaftlich sehr reizvoll und führt meist auf schattigen Wegen direkt nach Wöllstein.

Sie zweigt vor der Papiermühle nach links ab und ist mit dem gelben Zeichen der Jakobuskapelle Wöllstein bezeichnet. Sie verläuft durch das Rottal, überquert bei der Burkhardsmühle die Straße, ehe es über die steinere Brücke hinauf nach Pommertsweiler geht. (Hier lohnt ein Blick in die Kirche St. Maria, im Gasthof Albblick kann man einkehren und übernachten.) Am Ortsende von Pommertsweiler biegt der Weg rechts ab Richtung Vorderbüchelberg. In der Steigung zweigt er rechts ab bis zum Waldrand, dann links bis zum Büchelberger Grat. Von hier hat man eine geradezu magische Aussicht: links zurück bis Ellwangen-Hohenberg, rechts nach Hohenstadt und zu den Kaiserbergen, nach vorne zur Kapfenburg bei Lauchheim.

Vor dem Ortsende führt der Weg nach rechts auf den "Alten Schulweg". Durch den Wald geht es hinab nach Wöllstein. Am Waldrand bietet sich ein einmaliger Blick auf Hohenstadt und die Jakobuskapelle. Am Kapellenweg, am Jakobuskreuz mit der Christus- und Marienfigur, geschaffen 2003 vom 2015 verstorbenen Künstlerpfarrrer Sieger Köder, führen beide Varianten zunächst wieder zusammen.

Diese Variante führt von der Jakobuskapelle direkt weiter bergauf über einen idyllischen Waldweg auf die Höhe bis zum Waldausgang. Von hier verläuft sie rechts den Feldweg entlang nach Hohenstadt, wo die herrliche barocke Wallfahrtskirche, das Schloss der Grafen Adelmann und der sehenswerte Heckengarten zum Besuch einladen.

Die Jakobuskapelle Wöllstein

Das Wandbild "Hühnerwunder"
Das Wandbild "Hühnerwunder"

2002 schuf der Ellwanger Künstlerpfarrer Sieger Köder auf Initiative der Kolpingsfamile Abtsgmünd an der äußeren Südwand der Kapelle ein Wandgemälde mit dem Titel "Hühnerwunder von Santo Domingo de la Calzada". Diese Legende wird auf den Pilgerwegen mehrfach erzählt. Eine Erklärung befindet sich beim Bild.

Das Jakobuskreuz

Das Jakobuskreuz bei Wöllstein
Das Jakobuskreuz bei Wöllstein

Sieger Köder errichtete auch an der Abzweigung des Radwegs am Kapellenweg ein Jakobuskreuz mit einer Christus- und Marienfigur, das an die Tradition des eisenverarbeitenden Gewerbes in Abtsgmünd anknüpft. Das Eremitenhaus (1757) neben der Kapelle wurde in den vergangenen Jahren aufwändig restauriert und bildet ein wundervolles Ensemble.

Pilgerstempel

Der Pilgerstempel liegt in der Jakobuskapelle aus. Besichtigung der Jakobuskapelle Wöllstein: Schlüssel nebenan im Eremitenhaus oder bei der Mesnerin Renate Stirner, Telefon +49 (0) 7366 2979.

Einkehrmöglichkeiten und Übernachtung

Landgasthof Albblick
Lange Straße 66
73453 Abtsgmünd-Pommertsweiler
+49 (0) 7963 218
E-Mail: info(@)landgasthof-albblick.de
Homepage: www.landgasthof-albblick.de

Landgasthaus Linde
Schüsselberg 1
73453 Wöllstein
+49 (0) 7366 6379
E-Mail: info(@)linde-woellstein.de
Homepage: www.linde-woellstein.de

Gästehaus Adler
Marktplatz 8
73453 Abtsgmünd-Hohenstadt
+49 (0) 7366 6355
Homepage: www.landmetzgerei-kienhoefer.de

Cafe Höfler
Amtsgasse 9
73453 Hohenstadt
+49 (0) 7366 6181
E-Mail: cafehoefler(@)t-online.de

Gasthof/Pension Grüner Wald
Rötenbach 8
73453 Abtsgmünd-Hohenstadt
+49 (0) 7975 400
Homepage: www.gasthof-gruener-wald.de

Ferienwohnungen Josef Hofer
73453 Abtsgmünd
+49 (0) 7963 8419855
E-Mail: info(@)Ferienhofer.de
Homepage: www.ferienhofer.de

Pilgerherberge Klotzhöfe
Frau Ott
73453 Abtsgmünd
+49 (0) 172 9025664
E-Mail: pilgerherberge-jakobshof-klotzhoefe(@)gmx.de

Jakobusfest

Der Gesangverein Wöllstein veranstaltet jährlich am dritten Juliwochenende das Jakobusfest. Am Samstagabend wird das traditionelle Jakobusfeuer entzündet. Am Sonntag nach dem Pilgergottesdienst werden die süßen Jakobusbrezeln verteilt.