Kirchen & Kapellen

Abtsgmünd

Die Kirche St. Michael
Die Kirche St. Michael
St. Michael von der Lourdeskapelle aus
St. Michael von der Lourdeskapelle aus
Die Lourdes-Kapelle
Die Lourdes-Kapelle
Der Kreuzweg hinauf zur Lourdeskapelle
Der Kreuzweg hinauf zur Lourdeskapelle
Die Marienkapelle
Die Marienkapelle

Als imposanter dreischiffige Kirchenbau präsentierte sich die Abtsgmünder St. Michaels Kirche. Die romanischen Säulenkapitelle im spätromanischen Untergeschoss des Turms der Pfarrkirche St. Michael können als älteste Bauzeugen der Gemeinde Abtsgmünd betrachtet werden.  In spätstaufischer Zeit zwischen 1200 und 1250 entstand, sicher durch die Mitwirkung der Abtei Ellwangen, die erste Kirche. Den Bauzeugen dieses ältesten geistlichen Kerns der Gemeinde verkörpert das Fundament des Abtsgmünder Kirchturms.

Mehr als 250 Jahre lang diente der kleine Raum als Chor eines Gotteshauses vom Typus der damals bevorzugten Chorturmkirchen, die mit ihren ummauerten Kirchhöfen notfalls auch als Zufluchtsort benutzt werden konnten. Im Jahre 1472 erfolgte unter den Herren von Hürnheim der Umbau der Kirche zu Ehren St. Marien, St. Michaels, St. Bernhards, St. Peters, St. Bärbel und St. Dorotheen mit der Erstellung des geräumigen Chores. Für den dritten Abtsgmünder Kirchenbau war wieder die ellwangische Herrschaft zuständig. Dieser wurde 1751 unter Fürstpropst Graf Georg von Schönborn durchgeführt. Die Neugestaltung behielt den spätgotischen Chor in barockisierter Form bei, fügte ihm aber ein neues Schiff als Saalraum bei und schenkte dem Turm seine bis heute erhaltene barocke Erscheinung.

Bescheidener geben sich da die kleinen Kapellen die Lourdes-Kapelle hoch über Abtsgmünd. Sie entstand im Jahre 1885 aus freiwilligen Beiträgen (4000 Mark) auf der Olgahöhe, dem sogenannten Knöckle. Malerisch liegt sie auf der Anhöhe über Abtsgmünd. Ein Kreuzweg führt von der Ölberg-Gruppe am Meisenberg hinauf bis zur Lourdes-Kapelle. Die Grotte zeigt Bernadette und die Jungfrau Maria. Im Altar sehen wir unten hinter zwei Säulen Reliefs eines Adlers und des Pelikans, darüber das Lamm Gottes. Weitere Reliefs zeigen an der Nordwand den guten Hirten und an der Südwand den Erzengel Michael. Darstellungen, wie sie auch in St. Michael anzutreffen sind. Vermutlich sind es Modelle, die für die Bildhauer in St. Michael angefertigt und teilweise farbig gefasst wurden. Darüber je ein Engel, mit einem Schriftband mit dem Anfang "Gegrüßet seist du Maria". Decke und Konsolen sind farbig gehalten.

In den Jahren 1735/36 entstand die Marienkapelle von 1735 mit schönen Stukkaturen und Freskenspiegel. Die Erbauung der Marienkapelle ist eng verbunden mit der Legende des Brozen Kaspar. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich der Getreidehändler Caspar Eberhardt aus Neuler, der 1677 nach Abtsgmünd heiratete und das Haus neben der Mühle des Balthasar Steib erwarb.Besagter Eberhardt unternahm an einem heißen Augusttag des Jahres 1682 eine Reise, um Getreide einzukaufen. Unterwegs rastete er auf freiem Feld und legte dabei seinen um den Leib getragenen Geldgurt mit der ganzen Barschaft von 200 Gulden ab. Eine beträchtliche Summe, konnte man doch zu jener Zeit für 25 Gulden einen guten Ochsen erwerben. Nach dem erquickenden Schläfchen wanderte Eberhardt weiter und merkte erst nach zwei Stunden, dass er seinen Geldgurt liegengelassen hatte. Im ersten Schreck legte er sogleich das Gelübde ab, zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau Maria ein Passionskreuz aufrichten zu lassen, wenn er seine Barschaft an Ort und Stelle wiederfinden würde. Glücklich fand er sein Geld wieder. Dieses Feldkreuz wurde 1683 unterhalb der Ziegelhütte "eine Büchsenschussweite von Abtsgmünd" aufgestellt.

Hohenstadt

Schloss- und Pfarrkirche Hohenstadt
Schloss- und Pfarrkirche Hohenstadt
Barockbau über dem Kochertal
Barockbau über dem Kochertal

Die Schloss- und Pfarrkirche Hohenstadt mit ihrer spätgotischen Madonna, 1711 von Chr. Jochum im "vorarlbergischen Barock" fertiggestellt, ist einer der schönsten Barockbauten dieser Art.

Die tonnengewölbte Wandpfeilerkirche mit Kapellen-Nischen entspricht dem „Vorarlberger Bauschema“, allerdings ohne die sonst typischen seitlichen Emporen. Der quadratische Chor wird von einer - auch von außen sichtbaren - Apsis abgeschlossen. Decken und Gurtbögen sind reich mit Stuck verziert, das Meisterzeichen des Hans Paulus an der Kanzel weist darauf hin, dass auch die Stukkateure aus Ellwangen herbeigeholt wurden. Ebenso wurde Christoph Thomas Scheffler, der Meister des 1732 entstandenen Hochaltarbildes, in Ellwangen tätig.

Besondere Verehrung genießt in Hohenstadt der irische Missionar Patrizius, von dem die Kirche eine Figur aus dem 14. Jahrhundert beherbergt, die im Jahre 1652 von Neubronn nach Hohenstadt gebracht wurde. Über dem Westeingang wird der irische Heilige ein weiteres Mal dargestellt. 

Besucher sollten einen Gang durch den Schlossgarten (Heckengarten) nicht versäumen. Es ist die schönste barocke Gartenanlage im Umkreis, 1756 im Auftrag von Reichsgraf Joseph Anselm Adelmann von Adelmannsfelden angelegt worden.

Lage im Satellitenplan

Leinroden

1604 erfolgte der Bau der Kirche in Leinroden. Eine Steintafel mit dem Woellwarth-Wappen über dem Kircheneingang bestätigt dies. 

1970 wurde der Glockenstuhl erneuert und elektrische Läutemaschinen eingebaut. Am 29. Mai 1983 wurde die Kirche nach einer durchgreifenden Renovierung wiedereröffnet und feierlich eingeweiht. 

Lage im Satellitenplan

Evangelische Kirche Leinroden
Evangelische Kirche Leinroden
1983 wiedereröffnet
1983 wiedereröffnet

Untergröningen

Sehenswert ist auch die Kirche im Renaissance-Schloss Untergröningen mit dem Hochaltar und der Wallfahrtsmadonna Mutter Gottes vom Heerberg. In der Kirche, die dem Heiligen Michael gewidmet ist, finden regelmäßig Gottesdienste der katholischen Kirchengemeinde Untergröningen statt. Unter anderem sind dort auch die Galerie KISS sowie der Heimatverein Untergröningen eingezogen.

Lage im Satellitenplan

Das Renaissance-Schloss Untergröningen
Das Renaissance-Schloss Untergröningen
Der Michaelsaltar
Der Michaelsaltar

Wöllstein

Wöllstein und die Jakobus-Kapelle sind eine Station des Jakobuspilgerweges, auf dem seit gut 1000 Jahren Pilger unterwegs sind, deren Ziel immer Santiago de Compostela in Nordspanien ist. In Wöllstein wird jährlich das Jakobusfest gefeiert. 

Seit Ende Juli 2002 kann die Kapelle eine Besonderheit aufweisen: Der Künstlerpfarrer Sieger Köder hat auf einem Gemälde an der Südseite der Jakobuskapelle "Das Hühnerwunder" dargestellt. Darüber hinaus errichtet er an der Abzweigung des Radweges am Kapellenweg ein Jakobuskreuz.

Lage im Satellitenplan

Der Jakobuspilgerweg führt nach Wöllstein
Der Jakobuspilgerweg führt nach Wöllstein
Das "Hühnerwunder" von Sieger Köder
Das "Hühnerwunder" von Sieger Köder