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Familie & BildungKatholisches Freies Gymnasium![]() Ganztagsschule für Mädchen und Jungen nach dem Marchtaler Plan HintergrundDie ersten Überlegungen, in Abtsgmünd ein Gymnasium zu gründen, gehen bereits in das Jahr 1998 zurück. In einer Zukunftswerkstatt wurden damals langfristige Entwicklungsziele für die Gemeinde formuliert, darunter die Gründung eines Gymnasiums im Hauptort Abtsgmünd. Da das damalige Oberschulamt die Gründung einer staatlichen Schule mit Erlass vom 16.05.2001 ablehnte, wurde Kontakt zu privaten Schulträgern aufgenommen. Die ersten Gespräche mit der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg wurden 2005 geführt. Ab Herbst 2007 gab es konkrete Abstimmungsgespräche zwischen Schulstiftung und Gemeinde. In der Stiftungsratssitzung vom 08.11.2008 wurde der positive Grundsatzbeschluss der Schulstiftung für die Gründung des Abtsgmünder Gymnasiums gefasst. Am 03.04.2009 wurde der Schulvertrag, in dem unter anderem der Neubau, der laufende Betrieb und die Finanzierung geregelt sind, feierlich unterzeichnet. Stiftung Katholische Freie Schule als SchulträgerSchulträger wird zunächst die Stiftung Katholische Freie Schule sein. Nach acht Jahren soll die Trägerschaft auf die bereits gegründete örtliche Schulstiftung übertragen werden. In der Aufbauphase wird ein Stiftungskapital von 2,5 Mio. € aufgebaut. Die örtliche Schulstiftung soll 2018 finanziell in der Lage sein, die Schulträgerschaft selbständig zu übernehmen. Rahmenplan für alle Katholischen Freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist der Marchtaler Plan als alternatives Schulkonzept auf der Basis des christlichen Menschenbildes. Er wird national und international als reformpädagogische Konzeption mit Modellcharakter anerkannt. Die ganzheitliche, personale und sittlich-religiöse Erziehung ist das zentrale pädagogische Ziel des Marchtaler Plans. Die Strukturelemente sind der Morgenkreis, die Freie Stillarbeit / Freie Studien, der vernetzte Unterricht und der Fachunterricht. ArchitektenwettbewerbFür das Schulgebäude wurde im Schulvertrag ein Architektenwettbewerb als Mehrfachbeauftragung vereinbart. Ziel war eine ästhetisch ansprechende Architektur, die der Pädagogik des Marchtaler Plans entspricht. Ende Mai 2009 hatte man hierfür drei Architekturbüros ausgewählt. Gegenstand der Bauaufgabe war der Vorentwurf für ein zweizügiges Gymnasium mit Ganztagsbereich und Mensa sowie den zugehörigen Freiflächen. Als Baugrundstück wurde der bisherige Hartplatz auf dem Schul- und Sportgelände festgelegt. Grundlage der Aufgabenstellung ist das Raumprogramm der Stiftung Katholische Freie Schule unter Berücksichtigung des Marchtaler Plans mit einer Programmfläche von rund 5.200 m². Beurteilungskriterien für das Abtsgmünder Preisgericht waren die städtebauliche Einbindung, die Umsetzung des Raumprogramms, die gestalterische und räumliche Qualität sowie die Freiflächengestaltung. Daneben spielten die Wirtschaftlichkeit und die Energiekonzeption in Investition und Zukunft eine bedeutende Rolle. Am 26.03.2010 wurde in der Preisgerichtssitzung nach ausführlichen Vorstellungen und Beratungen das Büro Broghammer Jana Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil ausgewählt. Die abschließende positive Entscheidung trafen der Gemeinderat Abtsgmünd und der Stiftungsrat der Stiftung Katholische Freie Schule in ihren Sitzungen am 29.04.2010 bzw. 08.05.2011. EntwurfDas Büro Broghammer Jana Wohlleber plante ein dreigeschossiges kompaktes Schulgebäude und ein vorgelagertes eingeschossiges Veranstaltungsgebäude mit Aula und Speisesaal. Der Versatz von Schule und Mensa schafft einen attraktiven Eingangshof, der sich zur Ortsmitte hin orientiert. Die Schule hält großzügig Abstand zum Uferbereich des Kochers. Die äußere Erschließung erfolgt durch zwei gegenüberliegende Eingänge, die über einen offenen und transparenten Eingangsbereich räumlich verbunden sind. Im Inneren erfolgt der Zugang zentral und auf kurzen Wegen über eine offene Treppe am Atrium. In den Obergeschossen werden die Fachräume sowie die Verwaltung ringförmig erschlossen. Ein wichtiger Punkt hierbei war, dass die Flächen für die Freie Stillarbeit nicht mit Durchgangsverkehr gestört werden. In einem Cluster werden jeweils zwei Klassenstufen mit vier Klassenräumen und Freiarbeitsfläche zusammengefügt, wodurch ein geschütztes und ruhiges Lernumfeld ermöglicht wird. Der Entwurf sieht drei klar definierte Außenbereiche mit unterschiedlicher räumlicher Qualität für Unter-, Mittel- und Oberstufe vor. Durch das Atrium werden die unterschiedlichen Pausenflächen räumlich verbunden. Es bildet die räumliche Mitte des Gebäudes und damit das Herz der Schule. Mit der Gliederung der Gebäude und der damit verbundenen Orientierung auf die Innenhöfe, Seitenhöfe und die umgebende Tallandschaft gelingt es, den wertvollen Standort in Abtsgmünd maßvoll und intelligent zu nutzen. Entstehen wird ein Bau, der alle gestellten Erfordernisse optimal erfüll. Zugleich wurde großen Wert darauf gelegt, funktional und damit wirtschaftlich zu bauen. Mit dem Entwurf des Architekturbüros Broghammer Jana Wohlleber ist es gelungen, in einem sensiblen Landschaftsraum ein Gebäude zu integrieren, das die gestellten Anforderungen aufgrund seiner architektonischen und innenräumlichen Qualitäten in hohem Maße erfüllt.
So wird der Neubau des Katholischen Freien Gymnasiums Abtsgmünd laut dem Entwurf des Architekturbüros Broghammer Jana Wohlleber aussehen. EntwurfsplanungAb Juni 2010 wurden die Wettbewerbsunterlagen den konkreten Erfordernissen angepasst und in diversen kleinen Baukommissionsbesprechungen analysiert und diskutiert. Der Grundgedanke des Wettbewerbs wurde bei allen Änderungen beibehalten. Baurechtlich und brandschutztechnisch wurde das Konzept mit den Behörden vorbesprochen. Zur Projektsteuerung und für das Zeitmanagement wurde das Büro wmp aus Stuttgart beauftragt, die Fachplanung wird von den jeweiligen Fachingenieuren erstellt. Das Baugesuch wurde am 22.12.2010 eingereicht, so dass Anfang September 2011 mit den Vorarbeiten begonnen werden konnte. Sobald das Gelände vorbereitet und die Baustelle eingerichtet ist, erfolgt die Bauwerksgründung. Da das Grundstück in der Kocheraue liegt und keinen tragfähigen Boden hat, müssen zunächst Bohrpfähle gesetzt werden, die bis auf den tragfähigen Grund in 11,50 m Tiefe reichen. Nach dieser so genannten Pfahlgründung können die Bodenplatten betoniert werden. Der anschließende Rohbau erfolgt als Massivbauweise in Ortbeton und wird vollständig gedämmt. Den aktuellen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird durch den Einbau einer hochwärmegedämmten Außenhülle Rechnung getragen. Mit einer Nutzfläche von rund 8.200 m² wird der umbaute Raum rund 35.800 m³ groß sein. Die Bauzeit wird auf 20 Monate plus drei Monate Schlechtwetterpuffer geschätzt, so dass die Fertigstellung für Sommer 2013 geplant ist. Bau- und Schulträger des Gymnasiums ist die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg. Die Finanzierung des Schulhausneubaus wird die Gemeinde Abtsgmünd alleine stemmen. Die Grundsatzentscheidung zum Bau des Gymnasiums wurde 2008 einstimmig im Gemeinderat gefasst. Der entsprechende Vertrag wurde 2009 zwischen der Stiftung Katholische Freie Schule und der Gemeinde abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 15,6 Mio. €. Die staatlichen Zuschüsse liegen bei ca. 3 Mio. €, die nach und nach in den kommenden Jahren ausbezahlt werden. Damit bedeutet das Gymnasium auch eine große finanzielle Herausforderung für die Gemeinde. Die Hälfte der Gesamtbaukosten in Höhe von rund 6 Mio. € wurde bereits ausgeschrieben und an die wirtschaftlichsten Anbieter vergeben. Darunter ist die Fa. Leonhard Weiss aus Satteldorf mit rund 4 Mio. € für die Erd-, Gründungs- und Rohbauarbeiten vertreten. Die Elektro-Arbeiten in Höhe von rund 1 Mio. € werden von der Fa. Elektro Schlagenhauf aus Ellwangen ausgeführt.
Der Übersichtslageplan zeigt den Schulcampus Abtsgmünd mit Friedrich-von-Keller-Schule, Gymnasium, Schwimmhalle und Sportgelände. Schulstandort AbtsgmündMit der Werkrealschule, der Realschule und dem Gymnasium verfügt die Gemeinde Abtsgmünd seit dem Schuljahr 2010/2011 über alle weiterführenden Schularten am Ort. Abtsgmünd ist somit ein attraktiver Standort für alle weiterführenden Schulen. Dass Abtsgmünd als überörtlicher Schulträge interessant ist, zeigt sich in den Anmeldezahlen externer Schülerinnen und Schüler: Derzeit gehen in der Gesamtgemeinde 950 Kinder und Jugendliche zur Schule, allein in Abtsgmünd sind es 775. Das Gymnasium wird im Endausbau 480 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Dies bedeutet, dass in acht Jahren voraussichtlich 1.400 Kinder und Jugendliche in der Gesamtgemeinde unterrichtet werden, davon allein 1.300 Schülerinnen und Schüler in Abtsgmünd. Ein ganz besonderes Augenmerk wird aber vor allem auf die Schülerinnen und Schüler aus Abtsgmünd gelegt und darauf, ihnen am Ort alle Schularten zu bieten und alle Abschlüsse zu ermöglichen. In den letzten Jahren verzeichnete Abtsgmünd eine weit unter dem Landesdurchschnitt liegende Übergangsquote zum Gymnasium, die 2009 bei lediglich 17% lag. Grund dafür waren die sehr weiten Anfahrtswege zu den umliegenden Gymnasien. Zum Schuljahr 2010/11 war die Übergangsquote der Abtsgmünder Grundschüler zum Gymnasium auf Anhieb auf rund 40% angestiegen und entsprach damit dem Landesdurchschnitt. Pionierjahrgänge im Übergangsgebäude49 Schülerinnen und Schüler bildeten den Gründungsjahrgang, der am 13.09.2010 eingeschult wurde. Dabei hatte zu diesem Zeitpunkt nur das Übergangsgebäude, nicht aber das Schulgebäude gestanden. Mittlerweile werden in dem Schulprovisorium 95 Schülerinnen und Schüler jeweils zweizügig in den Klassen 5 und 6 in vier Klassen unterrichtet. Zum Schuljahr 2012/13 wird eine dritte Jahrgangsstufe hinzukommen, so dass für den Ganztagsbetrieb bis zum Bezug des Neubaus im Sommer 2013 zusätzlich Räume im Josefshaus genutzt werden. Startschuss: Spatenstich am 23.09.2011Der Neubau des Katholischen Freien Gymnasiums ist eine bedeutsame und gewichtige Unternehmung für Abtsgmünd. Mit 15,6 Mio. Euro ist es das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Gemeinde. Zum offiziellen Spatenstich am 23.09.2011 waren daher zahlreiche Personen gekommen, die maßgeblichen Anteil an der Umsetzung des Katholischen Freien Gymnasiums Abtsgmünd hatten. Zahlreiche Regionalpolitiker und Vertreter der Schulstiftung, viele Schüler, Lehrer und Bürger sowie weitere Gäste waren bei diesem historischen Moment dabei. Den Bauverlauf des Katholischen Freien Gymnasiums können Sie mit Hilfe unserer Webcam verfolgen.
Die beiden Gründungsjahrgänge des Katholischen Freien Gymnasiums Abtsgmünd halfen beim Spatenstich gerne mit. v.l.n.r.: Die beiden Stiftungsdirektoren Dr. Joachim Schmidt und Harald Häupler, Architekt Werner Wohlleber, Schulleiter Holger Schulz, Landrat Klaus Pavel, Bürgermeister Armin Kiemel, Schulamtsdirektor der Schulstiftung Thomas Schmidt sowie die Fraktionssprecher des Abtsgmünder Gemeinderates Horst Schmid und Marlies Büker. KontaktWeitere Information finden Sie unter www.gymnasium-abtsgmuend.de : Holger Schulz erreichen Sie unter: (schulleitung@gymnasium-abtsgmuend.de) Weitere Hintergrundinformationen zum Katholischen Freien Gymnasium Abtsgmünd finden Sie hier als PDF zum Download PDF: Wer ist die Stiftung Katholische Freie Schule?PDF: Marchtaler Plan PDF: Trend Privatschule Mehr NewsIn folgenden Bereichen finden Sie noch mehr Aktuelles und Wissenswertes: Links zur Schule
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